Verschiedene interessante Monumente sind nur wenige Schritte zu Fuss ausserhalb des Ortes erreichbar.
Der
heiligen Maria Magdalena gewidmet und direkt am Palast
Curini-Galletti angebaut, wurde sie vom Ingenieur Bombicci entworfen. In ihrem
Innern werden drei goldene Rahmen aufbewahrt: Der erste, hinter dem Hauptaltar,
beherbergt ein Freskogemälde von G.B. Tempesti (1729-1804). Die beiden anderen
sind hingegen leer, denn der Künstler weigerte sich, innerhalb eines Rahmens
zu malen.
Unmittelbar ausserhalb des Ortes gelegen, sind sie integrierender Bestandteil einer raffinierten Wasserverwaltungs- und einsparungstechnik. Das schon seit den 60-ger Jahren zum Waschen der Wäsche verwendete Wasser stammt aus einer, mit derjenigen von Piazza Tommaseo stromaufwärts verbundene Zisterne am Fusse des Schlosses, welche ihrerseits mit jener im Hof des Schlosses verbunden ist. So ging das überschüssige Wasser nicht verloren sondern wurde für diesen Zweck, nämlich das Waschen, aufgespart.
Der
Bau des Oratoriums Madonna della Neve, richtigerweise della
Madonna di Valcella genannt, begann 1633 und 1742 erfolgte die Restauration. Der
Säulengang besteht aus zwei zentralen pseudo-toskanischen Säulen und aus zwei
seitlichen Säulen. Im Innern befindet sich ein Weihwasserbecken, das aus einem
Kapitell der antiken Kirche von Sankt Bartholomäus aus Triano gewonnen wurde.
Das Hauptaltar, materieller Ausdruck der Heiligen Dreifaltigkeit, ist ein Werk von
Giovanni Battista Vaccà (1734), während der ausnehmend schöne Chor
Giovanni Cremoni zu verdanken ist.
Das
Oratorium, dessen zentrales Bogenfeld von eleganten ionischen
Säulen getragen wird, existierte bereits im 17. Jh., wurde aber, nach der
Pestseuche von 1632, aus Dank neu errichtet. 1785 wurde es entweiht und es verschwanden
zwei Gemälde von G.B. Tempesti, die den Altar schmückten. Diese wurden 1790
durch zwei den Gebr. Melani zugeschriebenen Gemälde ersetzt.